Start der inhaltlichen Verhandlungen zu «Horizon Europe»

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Informelle Tagung der Ministerinnen und Minister für Forschung in Wien.

Am 7. Juni 2018 hatte die Europäische Kommission ihren Vorschlag für das 9. Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der EU vorgelegt. Es trägt den Namen «Horizon Europe», wird von 2021 bis 2027 laufen und soll gemäss dem Vorschlag der Europäischen Kommission über insgesamt 100 Milliarden Euro an Fördermitteln verfügen (davon 2,4 Milliarden für den Nuklearbereich und 3,5 Milliarden für Kreditfinanzierungen im Rahmen des InvestEU-Programms).

Im Rahmen der informellen Tagung für Wettbewerbsfähigkeit fand nun ein erstes informelles Treffen der Forschungsministerinnen und -minister statt. Sie plädierten für eine stärkere Einbindung bei der Planung zur konkreten Umsetzung von «Horizon Europe». Dies sei auch deshalb erforderlich, weil viele Massnahmen von «Horizon Europe»

 die nationalen Forschungslandschaften in den Mitgliedstaaten beeinflussen. Sie stimmten darin überein, dass man Europas Stellenwert in Forschung und Innovation nur gemeinsam voranbringen könne.

Die Idee, Forschungs- und Innovationsmissionen einzurichten sowie verstärkt bahnbrechende und transformative Innovationen zu fördern, wurde von den meisten Delegationen grundsätzlich für gut befunden. Gefordert wurden jedoch klare Umsetzungmassnahmen. Sehr deutlich wurde dagegen die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Fortführung des Europäischen Forschungsrates zur Förderung exzellenter Grundlagenforschung unterstützt.

Teil der Diskussionen waren auch die im Vergleich zu früheren EU-Rahmenprogrammen erheblich geänderten Entscheidungsprozesse («Governance») für die Auswahl der konkreten Forschungsfragen sowie deren Umsetzung. Es zeigte sich, dass dies einer jener Bereiche ist, in dem die Delegationen den höchsten Verbesserungsbedarf sehen.

 

Medienmitteilung

Communiqué de presse