Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone tritt in Kraft

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Bisher sind nur geringe Auswirkungen erkennbar.

Seit 1. Oktober gilt die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone. Das bedeutet, dass es keinen unbegrenzten Stromhandel zwischen den beiden Ländern mehr gibt.

Der Einschränkung des Handels steht der positive Effekt gegenüber, dass durch diese Massnahme der Stromhandel an die Netzsituation angepasst wird und damit Energieflüsse für die Übertragungsnetzbetreiber besser beherrschbar werden.

Für die Umsetzung des Engpassmanagements an der deutsch-österreichischen Grenze im europäischen Zielmodell, also lastflussbasiert, war die Genehmigung durch die zuständigen Regulierungsbehörden der Region Central Western Europe (CWE) Voraussetzung, welche Anfang September erteilt wurde.

Die österreichischen Kraftwerke tragen weiterhin zur Netzstabilität in beiden Ländern bei, die dafür anfallenden Kosten können zu einer Erhöhung der Stromrechnungen aufgrund höherer Netztarife bei österreichischen Konsumenten führen. Dem gegenüber steht ein stabiler Grosshandelspreis, der durch die grossen grenzüberschreitenden Handelskapazitäten ermöglicht wird.

Mit einem weiteren Ausbau des Übertragungsnetzes können sich die Strom-Handelskapazitäten künftig wieder erhöhen. So soll der erste Teil der grenzüberschreitenden Stromleitung vom oberösterreichischen St. Peter/Hart ins benachbarte Bayern 2022 fertiggestellt sein, der letzte bis zum Jahr 2024.

 

Medienmitteilung Bundesnetzagentur / Energie-Control, Austria